Titan F6 und Fury

von Dr. Hermann Korte

(vielen Dank an Pete Alaniz von Titan für die Abbildungen)

Diesen kurzen Artikel schreibe ich, um einmal einige Mißverständnisse bezüglich der Titan Bankdrückhemden aus dem Weg zu räumen. Titan fertigt momentan 2 Hemden, das Fury und das F6. Das F6 ist kein Fury. Beide Hemden werden in der Vorderseite aus NXG+ gefertigt, dies ist das zur Zeit neueste Titan-Material. Andere Materialien sind nicht mehr erhältlich und wohl auch seit längerer Zeit aus den Lagern verschwunden.

Die Rückseite der Hemden besteht aus einem weit geschnittenen, weichem Material. So wird ermöglicht, daß der Latissimus stärker an der Bewegung beteiligt werden und sich besser ausbreiten kann. Gleichzeitig wird es möglich, leichter in die Position zu kommen, bei der nur das Gesäß und die Schultern die Bank berühren.

Das Fury oder F6 ist nicht einfach ein Hemd, das dem Heber einen breiteren Spielraum erlaubt, die Hantel zu senken. Es sind jeweils Hemden für unterschiedliche Drückweisen.

Die Ärmel sind bei beiden Hemden so angebracht, daß Sie im 90° Winkel vorwärts weisen und sich eine Spannung aufbaut, sobald die Giffbreite erreicht wird bzw. die Ellenbogen gebeugt werden. Mehr Spannung im Verhältnis zu einem Hemd, bei dem die Ärmel einen Winkel von 45 - 70° bilden, bedeutet größere, explosivere Power!



Die Ärmelwinkel beim Furyund beim F6
sind in dieser Ebene identisch

Das Fury

In der anderen Ebene ist beim Fury der Ärmel so angebracht, daß er im 90° Winkel zu Bank aufrecht steht, wenn der Heber flach (wie ein Pfannkuchen, wie man so schön sagt) auf der Bank liegt. Bitte stellen Sie sich jetzt einmal einen Heber vor, der flach auf der Bank liegt und die Arme senkrecht in die Höhe hält. Sowohl zur Bank als auch zum Oberkörper bildet der Arm einen 90° Winkel. Jetzt bringt der Heber sich in eine Position, bei der er eine Brücke macht, verändert aber den Winkel seiner Arme im Gelenk nicht. Können Sie sich das Bild vorstellen? Die Arme weisen jetzt nicht mehr senkrecht nach oben sondern stehen schräg in einem Winkel, der zum Kopf weist. In diese Richtung wird ein Heber gedrängt, der ein Fury trägt, aber dennoch eine Brücke macht. Er betreibt also seine persönliche (schiefe Turm von) Pisa-Studie. Das Fury ist das Hemd für einen Heber, der flach auf der Bank liegt.

Das F6

Anders das F6. Dies ist das Hemd für den Heber, der eine Brücke macht. Liegt der Heber mit dem F6 flach auf der Bank, weisen die Arme nicht senkrecht nach oben sondern stehen schräg in einem Winkel, der zur Hüfte weist (siehe nächste Abbildung).



So sieht es aus, wenn der Heber im F6 ohne Brücke auf der Bank liegt

Jetzt bringt auch dieser Heber sich in eine Position, bei der er eine Brücke macht, verändert aber nicht den Winkel seiner Arme im Schultergelenk. Das Bild sieht nun folgendermaßen aus: Die Arme weisen senkrecht nach oben, genau wie sie es sollen. Dies erlaubt es dem Heber, der in der Brücke liegend drückt, weniger Energie zu verschwenden, die Hantel an den Punkt zu bringen, an dem er sie haben will.



In der Brücke ist der Heber im F6 bestens aufgehoben

Die Drückweise des Hebers in der Brücke ist im Vergleich zu der ohne Brücke unter anderem effizienter, da der Weg verkürzt ist und der Latissimus stärker zum Einsatz kommt. Der Bankdrücker, der diese Technik wählt, sollte eher zu F6 greifen, da ihm dieses Hemd weniger Energie bei der Kontrolle der Hantel raubt.

Ich möchte hier nochmals betonen, daß das Fury und das F6 zwei unterschiedliche Hemden sind, die für unterschiedliche Drückweisen gefertigt werden.




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